Einladung zum Stammtisch des Klimaforums am 20.05.202 ab 19.00 Uhr in der Pizzeria Sportissimo, Talstraße 25, Obersulm Sülzbach

 

Für die Einleitung oder Fortführung einer Energiewende im privaten Bereich gibt es vielfältige Möglichkeiten, die in der Regel den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren und gleichzeitig Einsparungen bei Strom und Heizung bringen.

Erfahrene Betreiber*innen von Balkonkraftwerken, PV-Anlagen, Wärmepumpen im Altbau und Elektroautos aus dem Klimaforum werden anwesend sein. Sie teilen gerne ihre Erfahrungen, geben praktische Tipps und stehen beratend zur Seite, um Fragen zu beantworten und individuelle Hinweise zu geben.

Auch gibt es erste Erfahrungen mit dynamischen Stromtarifen und dem bidirektionalen Laden von E-Autobatterien, die wir mit den Teilnehmern diskutieren können.

Ob Sie gerade erst in das Thema einsteigen oder bereits eigene Projekte umgesetzt haben – der Stammtisch bietet Ihnen Inspiration, praxisnahe Antworten und den Austausch mit Gleichgesinnten. Bringen Sie gerne eigene Fragen, Ideen oder Erfahrungen mit und profitieren Sie vom direkten Kontakt zu engagierten Personen der Energiewende in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre. Das Klimaforum freut sich auf einen spannenden, informativen und offenen Abend mit vielen neuen Impulsen!

Übrigens: Beradung, Dibbs ond Driggs koschda nix. Essa ond Drinka zahld jedr selbschd.

Wann?                 Mittwoch, den 20.05.2026 ab 19.00 Uhr

Wo?                       Pizzeria Sportissimo, Talstraße 25, Obersulm Sülzbach.

Bericht zur Veranstaltung „Klimagerechtigkeit“

Gut 20 Teilnehmer folgten am 23.04.2026 den Ausführungen des Klimaexperten Ralf Roschlau zum schwer verdaulichen Thema Klimagerechtigkeit.

Danach erhitzt sich die Erde seit 1960 kontinuierlich durch den Ausstoß von Treibhausgasen (THG). Der auf Welt- Klimakonferenzen beschlossene Versuch, den Temperaturanstieg auf 1,5 ° zu begrenzen ist gescheitert das 2°-Ziel ist in Gefahr.

Die Folgen: häufigere und intensivere Hitzewellen mit Wasserknappheit, langen Dürreperioden und verheerenden Waldbränden. Sie bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen genauso wie enorme Überschwemmungen durch Unwetter und durch den Anstieg des Meeresspiegels.

Was und wer treiben den Klimawandel? Grob eine Hälfte der Treibhausgase (THG) werden im Verkehr, durchs Heizen und Ernährung ausgestoßen, die andere Hälfte durch Stromerzeugung, Industrie und sonstigen Konsum. Dies durch Betreiben einer kleinen Minderheit von Ländern: 81% der THG-Emissionen entfallen auf die G20 Staaten mit China, USA und Europa als größten Verursachern.

Innerhalb der reichen Länder verursacht wiederum eine kleine Minderheit den größten THG-Ausstoß. Die Macht der Finanzwirtschaft hat zu einer enormen Geldvermehrung privater Vermögen und deren krass ungleicher Verteilung geführt. Wer viel Geld besitzt, lebt in der Regel klimaschädlicher, Menschen mit kaum Vermögen leben kaum klimaschädlich.

Das reichste 1 % der Weltbevölkerung verantwortet laut Oxfam 48% der THG-Konsumemissionen, die ärmsten 50% der Menschen nur 10% THG-Ausstoss.

Mehrfach betonte der Referent, dass es dabei nicht um eine billige Neiddebatte, sondern um die Faktenlage bezüglich Klimagerechtigkeit geht.

In der Diskussion wurde intensiv nach Lösungen gesucht: wie können der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen und die Schadensregulierung der armen Länder finanziert werden?  Eine Finanztransaktionssteuer von nur 0,15% für die absurd Superreichen einerseits sowie der Stopp der Subventionen für die Öl- und Gasindustrie würden mehrere hundert Mrd. € einbringen und die Forderungen der Klimakonferenzen erfüllen. Deutschland allein leistet sich laut UBA 60 Mrd. umweltschädliche Subventionen, 30 Mrd. davon direkt klimaschädlich im Verkehr.

Mit viel Applaus und weiteren Gesprächen am Büchertisch endete die aufschlussreiche Veranstaltung.

 

Nächster Termin des Klimaforums: Mittwoch 20.05.2026. Klima-Stammtisch im Sportissimo, Talstraße 25, OSU Sülzbach ab 19.00 Uhr

 

 

Das Klimaforum Obersulm lädt ein zum Thema  „Klimagerechtigkeit – über Gewinner und Verlierer der Klimakrise“

Ralf Roschlau (www.ralf-roschlau.de) wird am 23.04.2026 um 19:00 Uhr im Kultursaal der Gemeinde Obersulm, Rathausgasse 6-8 zum Thema referieren. Der Klimaexperte ist Autor mehrerer Bücher, Gastdozent der Uni Konstanz, sowie gefragter Referent zu den Themen Klimakrise und Energiewende.

 

Ist das gerecht: Übergewinne auf Seiten der Öl- und Gasindustrie sowie Inflation und Verarmung bei denen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen?

Seit 1970 hat die fossile Brennstoffindustrie täglich 3 Mrd. Dollar Gewinn gemacht. Nicht Umsatz, sondern Gewinn an sieben Tagen jede Woche. Das sind von 1970 bis 2020 über 51 Billionen Dollar. Damit kann man Wissenschaftler, Medien, Politiker und ganze Staaten kaufen, um Aufklärung zu verhindern, Verschleierung zu betreiben und Kriege um die Kontrolle der Ölströme zu führen. Die fossile Industrie hat massiv Treibhausgase ausgestoßen und davon profitiert, während ärmere Staaten und Bevölkerungsgruppen Dürren, Überschwemmungen, Waldbränden und dem Anstieg der Meeresspiegel ausgesetzt sind. Die aktuelle Benzinpreiskrise zeigt, wie diese Ungleichheiten weiter verschärft werden. Die Spaltung der Welt in Gewinner und Verlierer der Klimakrise ist ein direktes Resultat dieser Entwicklung.

Im Vordergrund der Debatten müsste also stehen, wie die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiter verringert werden kann:  forcierter Ausbau der Erneuerbaren Energien, konsequente Förderung von Wärmepumpen, E-Mobilität und allen alternativen Energietechniken. Die Vorschläge aus der Politik zu kartellrechtlichen Eingriffen, pauschalen Senkungen der Energiesteuern oder steuerlichen Subventionen haben einen eher oberflächlichen, kosmetischen Effekt. Dieser Rückwärtsgewandtheit wollen wir mit der Veranstaltung entgegenwirken. Der Referent wird dazu weitere Fragen stellen:

Gibt es eine direkte Korrelation zwischen Reichtum und den Klimaveränderungen?

Wie unterscheiden sich die Klimabilanzen von Industrieländern im Vergleich zu Schwellen und Entwicklungsländern?

Welche Rolle spielt dabei das Konsumverhalten reicher und superreicher Menschen?

Welche Maßnahmen können künftig ausgleichend wirken und die globale Erreichung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele fördern?

 

Interview mit  Ralf Roschlau:

 

Klimaforum (KF): Wegen der Nahostkrise haben wir Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) gerade die historisch »größte Bedrohung der Energiesicherheit«. Die Ölversorgungslücke wegen Schließung der Straße von Hormus ist mit 10 % deutlich größer als in den Ölkrisen 1973 und 1979. Damals lag die Lücke bei 7-8%. Auch ca. 20% LNG-Lieferungen hängen in Hormus fest und fallen aus. Trotzdem sind die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft jetzt weniger massiv als in den Siebzigern. Woran liegt das?

Roschlau: Die Gründe sind vielfältig. Die IEA hat mit dem System der Reservebildung bei den 32 Mitgliedsländern einen Puffer geschaffen, den man jetzt auch anzapft. Auch die Förderländer sind seither deutlich angestiegen, d.h., wir haben viele Alternativen, wie z.B. die USA mit dem Fracking-Gas oder Russland mit seinen riesigen fossilen Vorräten, die jetzt die Lücken füllen. Viele Länder sind durch eine konsequente Politik des Ausbaus der Regenerativen weniger abhängig. Beispiele sind die Skandinavier, aber auch Pakistan, Spanien oder Portugal. Allerdings muss man abwarten, was noch passiert. Bisher sind die Auswirkungen nur auf die Hormus-Straße und einige Anrainerstaaten beschränkt, deren Infrastruktur der Iran angegriffen hat. Und wenn es denn schlimmer wird, dann ist das eben so - aber die Welt wird davon nicht untergehen. Eventuell erleben wir eine Delle wie 2008/2009 bei der Lehmann-Krise oder 2020/2021 bei der Pandemie. Aber wäre das so schlimm? Wir würden erleben, wie sehr wir gerade in Deutschland noch an der Nadel der fossilen Drogen hängen, obwohl das längst anders sein könnte.

KF: Kann man behaupten, dass die erneuerbaren Energien die Wirtschaft schützen. Wie sieht das konkret in Europa/Deutschland aus?

Roschlau: Sehr unterschiedlich. Ich habe einige der Länder genannt, die das gelassen sehen können, weil sie besser vorbereitet sind. Frankreich gehört da auch dazu, nicht wegen der Regenerativen, sondern wegen der Kernkraft. Alle Länder, die auf Elektromobilität oder Wärmepumpen zusammen dem Ausbau von Wind-, Sonnen- und Wasserstrom gesetzt haben, sind das Beispiel, wie die Erneuerbaren die Volkswirtschaften schützen. In Deutschland fehlt uns diese Gelassenheit. Bei uns droht sofort die Apokalypse. Wir haben die guten Leute, die für neue Heizungen und die Elektromobilität gekämpft haben in die Wüste geschickt und sie durch Erdgas-Lobbyisten ersetzt. Oder wir haben e-Fuel Schnüffler, die von etwas träumen, was es so leider nicht in dem Maße geben kann, wie diese Leute sich das vorstellen.

KF: Wirtschaftsministerin Reiche will den Ausbau der Erneuerbaren gerade zurückregulieren, schadet sie damit langfristig der Wirtschaft? Was bedeutet das für die Energiepreise und die Inflation insgesamt? Welche Folgen hat das für die Klimagerechtigkeit?

Roschlau: Reiche ist eine Gas-Lobbyistin. Die Welt um uns wird regenerativ. Strom aus Sonne und Wind ist der billigste Strom, den man produzieren kann. Wenn wir dazu noch einen Ausbau der Batterie-Infrastruktur und der Stromnetze geschaffen hätten, wäre unsere Wirtschaft resilient und erfolgreich. Die fossilen Abhängigkeiten sorgen für Rezession - nicht die Erneuerbaren. Die Inflation wird genau deshalb steigen: wir hängen am Tropf der fossilen Multis und haben nur Nebelkerzen im Köcher. Das wollen wir so. Unsere Strompreise werden nach dem Merit-Order Prinzip gebildet, richten sich also immer nach der teuersten Erzeugungsquelle. Das ist und bleibt Gas - wobei wir die bevorstehende Erhöhung der Gaspreise noch nicht, in dem Maß spüren, wie dies vermutlich in 3-6 Monaten der Fall sein wird. Für die Klimagerechtigkeit ist diese Entwicklung eine ambivalente. Natürlich schadet jede weltweite Krise, den Ärmsten am meisten, wie sie andererseits auch den Reichsten am meisten nutzt. Allerdings haben viele Schwellenländer in regenerative Energien investiert, damit nicht nur ihre Abhängigkeit abgebaut, sondern auch ein neues Geschäftsfeld für ihre Volkswirtschaften geschaffen. Hier steckt die positive Seite meiner Aussage. Sicher ist nur das mit Russland und den USA zwei fossile Länder kurzfristig als Gewinner aus alldem hervorgehen werden, was sie gerade erleben. China wird auf lange Sicht als Gewinner hervorgehen, und damit ein Land, dass sie kein zweites auf regenerative Energien setzt. Nicht zu vergessen sind die kleineren Gewinner Indien, Pakistan und Brasilien. Europa wird leider auf der Verliererseite sein, da wir es nicht schaffen, die notwendige europäische Einheit zu bilden, die für eine Resilienz notwendig ist.

KF: Danke für das Gespräch.

 

Wann?                 Donnerstag, 23. April, 19.00 Uhr

Wo?                      Kultursaal der Gemeinde Obersulm, Rathausgasse 6-8

Die Veranschtaltung koscht nix. Spenda sin erlaubt aber omelde brausch di net.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer.

 

 

Klimaforum-Stammtisch mit den Schwerpunktthemen E-Mobilität und nachhaltiges Heizen mit Wärmepumpen

In beiden Bereichen hat die Regierung ohne Not den Weg frei gemacht für die Nutzung der Verbrennertechnologie auf Jahre hinaus. Die Abhängigkeit von teuren Öl- und Gasimporten wird zementiert, die Verbraucher werden in Kostenfallen geschickt, die Verunsicherung in den Märkten wird erhöht.

Es werden erfahrene Betreiber*innen von Balkonkraftwerken, PV-Anlagen, Wärmepumpen im Altbau und Elektroautos aus dem Klimaforum anwesend sein. Sie teilen gerne ihre Erfahrungen, geben praktische Tipps und stehen beratend zur Seite. Damit bietet der Stammtisch Inspiration, praxisnahe Antworten und den Austausch mit Gleichgesinnten. Profitieren Sie vom direkten Kontakt zu engagierten Personen der Energiewende in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre. Das Klimaforum freut sich auf einen spannenden, informativen und offenen Abend mit vielen neuen Impulsen!

Wann und wo?

Mittwoch 18.03. 2026, 19.00 Uhr TSV Sportheim Willsbach.

  

Das Klimaforum freut sich auf Ihre zahlreiche Teilnahme. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Infoveranstaltung zur Rolle der Windkraft für die Energiewende

Das Klimaforum Obersulm lädt interessierte Bürger ein, sich über die Bedeutung der Windkraft für eine erfolgreiche Energiewende zu informieren.  Wir freuen uns, dass zur komplexen Thematik mit Benjamin Friedle ein erfahrener Experte referieren wird. Der 33 Jahre junge Ingenieur für Energiemanagement wohnt in Obersulm, ist seit 2011 Mitglied des Gemeinderats und seit 2015 Geschäftsführer der Bürgerwindpark Hohenlohe GmbH.  In Vorbereitung der Veranstaltung haben wir folgendes Interview mit ihm geführt:

Klimaforum (Kf): Herr Friedle, Ihre Firma produziert mit grüner Energie ein äußerst kostbares Gut. Welchen Umfang hat die Energieerzeugung Ihrer Firma?

Friedle: Wir haben 23 Windräder und 5 PV-Freiflächenanlagen in Betrieb. Damit haben wir 2025 139 Gigawatt Strom erzeugt. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 44.000 Haushalten und einer Ersparnis von 58.000 t CO2. Zum Vergleich: die Gemeinde Obersulm benötigt rund 45 Gigawatt Strom.

Kf: Ca 300 Mrd. € kostet der Ausbau der Stromtrassen, um die Windenergie aus dem Norden zu den Verbrauchern im Süden zu bringen. Wäre es nicht sinnvoller und kostengünstiger, den Ausbau der Windenergie im Süden auch finanziell zu fördern? Schließlich ist Dezentralität eine Kerneigenschaft der Erneuerbaren.

Friedle: Kurz vor Weihnachten haben die vier Übertragungsnetzbetreiber den neuen Entwurf des Netzentwicklungsplans veröffentlicht. Demnach sind nur noch zwei weitere „Südlink-Trassen“ von Nord nach Süd erforderlich, wenn die süddeutschen Bundesländer, allen voran Baden-Württemberg, sehr stark Wind- und Solarenergie ausbauen. Gelingt dies nicht, sind für eine sichere Stromversorgung deutlich mehr dieser großen, kostenintensiven Stromtrassen quer durch Deutschland erforderlich. Daher sind wir auch im Interesse der Versorgungssicherheit und Autarkie gefragt, schnell und viele Erneuerbare Energien in unserer Region auszubauen.

 Kf: Herr Friedle, wir danken für das Gespräch.

Weitere spannende Fragen wie:

-          Welche täglichen Herausforderungen bestehen außerdem auf dem Weg hin zu 100 % Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg und Deutschland?

-          Stimmt es, dass der Strommarkt schon weiter ist als die Politik?

stehen bei der Veranstaltung zur Diskussion.

Wann:  Donnerstag, 12.03.2026, 19.00 Uhr

Wo:        Kultursaal der Gemeinde Obersulm, Rathausgasse 6-8

 

Das Klimaforum freut sich auf Ihre zahlreiche Teilnahme. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Bericht zur Veranstaltung am 19.02.2026 zu Themen der Elektromobilität

Fast drei Stunden lauschten die 25 Besucher den Vorträgen rund um die E-Mobilität am 19.02.26 im Kultursaal in Obersulm. Zunächst informierte ein Vertreter des Klimaforums Obersulm über die Hintergründe des viel zu langsamen Übergangs vom Verbrenner zum E-Auto.  

Die Märchen der Lobby von Auto- und Mineralölindustrie über „hocheffiziente Verbrenner“, „Technologieoffenheit“ und „alternative Kraftstoffe wie E-Fuels“ wurden von der Politik in die Gesellschaft transportiert und lösen dort Verunsicherung und Zögerlichkeit aus. Als Folge davon werden die Klimaziele im Verkehr ständig verfehlt, es drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe. Auch das Aufweichen des Verbrenner-Aus kann das Ende der Verbrenner-Ära nicht aufhalten, sondern vergrößert nur den Vorsprung chinesischer Hersteller.

Mit Frank Hofmann erläuterte ein Pionier für Ladeinfrastruktur den langen Weg der Standardisierung im E-Autobereich. Bei der Steckerentwicklung war er ebenso von Beginn an dabei wie beim Aufbau von Ladepunkten. Mit vielen Beispielen konnte er sein Fazit untermauern: die Elektromobilität ist bereit für die Anforderungen des Alltags.

Anhand eines eindrücklichen Beispiels leitete er zum Thema bidirektionales Laden über: Als nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 die Stromnetze ausgefallen waren, wurden Batterien des Nissan Leaf eingesetzt, um Strom für Notfallzwecke zu liefern, für Krankenhäuser oder Notunterkünfte. Die vielen Fahrzeuge konnten als mobile Stromquellen genutzt werden, da ihre Batterien über einen bidirektionalen Ladeanschluss verfügten.

Die Möglichkeit, E-Autos als mobile Speicher zum Be- und Entladen zu nutzen wird künftig eine wichtige Rolle für die Netzstabilität spielen.

Lukas Schlipf heißt der dritte Referent, der als Geschäftsführer der SMOPI GmbH die Teilnehmer an seinem Insiderwissen über Entwicklung, Bau und Betrieb von Ladesäulen teilhaben ließ.

Was sind die gesetzlichen Grundlagen, wer hat Anspruch auf welche Förderungen für den Bau von Ladestationen, was ist beim Schnellladen zu beachten und wie wird der Ausbau der Infrastruktur weitergehen? Auf diese und viele weitere Fragen hatte Herr Schlipf kompetente Antworten parat.

Eine lebhafte Diskussion beendete schließlich den langen Abend erfolgreich: nicht wenige Teilnehmer konnten bezüglich ihrer Entscheidung hin zur Elektromobilität neu gewonnene Sicherheit mit nach Hause nehmen.

 

 

Einladung zur Informationsveranstaltung: Innovative Langzeit-Speicherung von grüner Energie mit Wasserstoff

Wir vom Klimaforum Obersulm laden Sie herzlich zu einer zukunftsweisenden Veranstaltung ein, die sich der Langzeit-Speicherung von lokal erzeugter grüner Energie widmet. Im Fokus stehen hierbei die neuesten technischen Verfahren von Professor Eberhard Schlücker von der Universität Erlangen, einem führenden Experten auf diesem Gebiet.

Professor Schlücker wird in seinem Vortrag innovative Methoden zur Umwandlung und Speicherung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Quellen in Wasserstoff vorstellen. Durch die Wasserelektrolyse wird der lokal erzeugte grüne Strom genutzt, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Der so gewonnene Wasserstoff kann über lange Zeiträume verlustarm gespeichert und bei Bedarf wieder in Energie umgewandelt werden, zum Beispiel in Brennstoffzellen oder durch Rückverstromung. Diese Verfahren ermöglichen es, saisonale Schwankungen auszugleichen und die lokale Energieversorgung nachhaltig zu sichern.

Mit diesen Technologien rückt die Vision einer echten Energieautarkie für lokale Energiegemeinschaften greifbar nahe. Die Unabhängigkeit von externen Energiequellen und das Schließen regionaler Energiekreisläufe werden so zur realistischen Option – ein entscheidender Schritt für eine resiliente und klimafreundliche Zukunft.

Sogar ein längst ausrangiertes ehemals landwirtschaftlich genutztes Silo (Bild) könnte mit den Schlücker-Verfahren als Wasserstoffspeicher nutzbar gemacht werden.

 

Vortrag von Professor Eberhard Schlücker

Präsentation aktueller Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele

Netzwerk-Gelegenheit und Austausch

 

Datum: 13.11.2025

Uhrzeit: 19.00 Uhr

Ort: Kultursaal Affaltrach

 

Seien Sie mit dabei, wenn wir gemeinsam die Perspektiven für eine grüne und unabhängige Energiezukunft vor Ort ausloten. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! 

Ankündigung einer Vortrags-Veranstaltung

 Unsere nächste Vortrags-Veranstaltung im Kultursaal Obersulm Ortsteil Affaltrach werden folgende Themen behandelt:

1. Was tun, wenn die EEG-Förderung der PV-Anlage endet?

Wie kann ich meine ältere PV-Anlage wirtschaftlich und technisch weiter nutzen?

2. Gemeinsam selbst erzeugten Strom nutzen nach § 42c EnWG.

Welche Chancen ergeben sich z.B. für Bewohner*innen von Mehrparteienhäusern?

 

Wann: 16.10.2025, 19:00 Uhr

Wo: Kultursaal Obersulm

Vortrag mit Referent: Armin Müller-Scheerschmidt von “make it“ Landkreis Heilbronn

 

 

Ein Sichtschutz, der Strom erzeugt!                                         Foto: K-H Warnecke

Fieberkurve der Erde

Foto: K-H Warnecke

Ralf Roschlau

Foto: Roschlau

Anlagen vom Bürgerwindpark Hohenlohe

Foto: B. Friedle

Blick ins Weinsberger Tal

Foto: B. Friedle

Diskussion zur E-Mobilität 

Foto: M. Warnecke


Energiestammtisch AM 19.09.2025

 

Das Klimaforum Obersulm hatte am 19.09. zum Energiestammtisch ins Rössle eingeladen. Die zahlreichen Gäste zeigten großes Interesse an Fragen rund ums Balkonkraftwerk.

Braucht man einen Elektriker zur Installation? Was kostet so eine Anlage?

Wieviel KW Sonnenstrom darf ich erzeugen, wieviel ins Hausnetz einspeisen?

Gibt es noch deutsche Hersteller und wie ist die Qualität chinesischer Produkte?

David Rombach vom Forum konnte souverän alle Fragen zur Zufriedenheit der Anwesenden beantworten und entwickelte einen Leitfaden zu Planung, Kauf und Installation eines solchen Hauskraftwerks.

 

Die intensive Diskussion behandelte aber auch weiterführenden Themen wie z. B. ist es sinnvoll, überhaupt noch in PV-Anlagen zu investieren, wo doch die Politik gerade dabei ist, den Ausbau der Erneuerbaren Energie zurückzuschrauben? Gibt es tatsächlich schon zu viel Sonnenstrom und welche Rolle spielen dabei die enorm preiswert gewordenen Batteriespeicher?

Im Ergebnis herrschte Einigkeit, dass grüne Energie wachsen und fossile Energie verschwinden muss. Vor Ort grüne Energie erzeugen und in Energiegruppen, auf kommunaler Ebene verbrauchen ist ein Ansatz. Gemeinsam könnte so auch die Langzeitspeicherung auf Wasserstoffbasis gestemmt werden.

Auch unsere nächsten interessanten Themen:

·      wie mache ich die sogenannten Ü20 Anlagen, wieder fit mit Repowering und

·   „Energy Share“ dem gemeinsamen Verbrauch von PV Energie, am Beispiel von Mehrparteienhäusern

werden in unserer nächsten Infoveranstaltung am 16.10.25 um 19:00 Uhr im Kultursaal Obersulm Affaltrach, erklärt und dargelegt.

Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme.

 


Einladung zum Stammtisch des Klimaforums Obersulm

 

Das Klimaforum lädt herzlich zu einem Stammtischabend ein, bei dem der Austausch rund um nachhaltige Energie im Mittelpunkt steht. In entspannter Atmosphäre wollen wir mit Ihnen die vielfältigen Möglichkeiten für eine Energiewende im privaten Bereich besprechen. Das Motto dabei heißt: Geld sparen und gleichzeitig Klima schützen.

 

Erfahrene Betreiber*innen von Balkonkraftwerken, PV-Anlagen, Wärmepumpen im Altbau und Elektroautos aus dem Klimaforum werden anwesend sein. Sie teilen gerne ihre Erfahrungen, geben praktische Tipps und stehen beratend zur Seite, um Fragen zu beantworten und individuelle Hinweise zu geben. Dies Angebot gilt insbesondere für die Bildung von Workshops, die über den Abend hinaus an den genannten Themen eigenständig weiterarbeiten möchten.

Ob Sie gerade erst in das Thema einsteigen oder bereits eigene Projekte umgesetzt haben – der Stammtisch bietet Ihnen Inspiration, praxisnahe Antworten und den Austausch mit Gleichgesinnten. Bringen Sie gerne eigene Fragen, Ideen oder Erfahrungen mit und profitieren Sie vom direkten Kontakt zu engagierten Personen der Energiewende in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre. Das Klimaforum freut sich auf einen spannenden, informativen und offenen Abend mit vielen neuen Impulsen!

 

Übrigens: Beradung, Dibbs ond Driggs koschda nix. Essa ond Drinka zahld jedr selbschd.

 

Wann? Freitag, den 19.09.2025 ab 19.30 Uhr

Wo? Nebenraum Rössle in Obersulm-Willsbach

  

Kontakt: [email protected] ,

Telefon: 0170 5795266

 

Urheber Bild: David Rombach


Veranstaltung des Klimaforums im Kultursaal Obersulm, 17.07.2025

Wie man „Viel Geld sparen und dabei Klima schützen“ kann, sollte auf einer Infoveranstaltung am 17.07. 2025 in Obersulm erklärt werden. In den Kultursaal der Gemeinde hatte das Klimaforum Obersulm eingeladen und dafür „Klarheit statt Verunsicherung“ versprochen. Gut 25 interessierte Bürger waren gekommen, um den Ausführungen von Armin Müller-Scheerschmidt von der Klimaagentur des Landkreises Heilbronn zu folgen.

Im Vorspann der Veranstaltung hatte der Klimamanager der Gemeinde, Stefan Fuchs, ausgeführt, dass die Liegenschaften der Kommune nahezu vollständig mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet, die privaten Dächer aber überwiegend ungenutzt sind.

 Ein großes Potential also für die vielfältigen Möglichkeiten einer Energiewende im privaten Umfeld, die der Hauptreferent im Folgenden aufzeigte.

Im Zentrum dabei die Nutzung der Sonnenenergie durch Photovoltaik. „Ich habe meine Anlage vor 25 Jahren in Betrieb genommen und dafür ein Vermögen bezahlt. Sie läuft seitdem störungsfrei“ berichtete ein Teilnehmer. Heute sind die Solarsysteme preiswert wie nie und man zielt auf die Eigennutzung des Stroms. Das lohnt sich insbesondere, wenn man Heizung und Mobilität auch elektrisch betreibt: mit Wärmepumpe und Elektroauto. Deutlich erhöhen kann man die Stromausbeute durch Batteriespeicher, welche die Tag- Nachtschwankungen und trübe Tage ausgleichen können. Das geht auch mit der Batterie des E-Autos, wenn man das bidirektionale Laden gleich mitdenkt. Das Zusammenspiel von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch des Stroms kann dann durch ein Energiemanagement-System gesteuert werden. Mit einer solchen Ausstattung können auch dynamische Tarife der Stromanbieter sinnvoll genutzt werden: man zieht und speichert den Strom, wenn er günstig ist und verbraucht die gespeicherte Energie, wenn der Strom teuer ist.

Alle genannten Komponenten helfen, die gesamte Energiewende voranzubringen, indem sie Stromschwankungen ausgleichen und die Verbrennung fossiler Energieträger senken.

Mehrmals und eindrücklich hatte Müller-Scheerschmidt betont: „Die Energiewende ist der wichtigste Hebel im Kampf gegen den Klimawandel. Dieses Überlebensthema der Menschheit kann man nicht allein der Politik überlassen, das müssen wir Bürger vor Ort gemeinsam beginnen.“

Dem folgte auch ein Sprecher des Klimaforums Obersulm mit dem Aufruf, sich an den Aktivitäten des Vereins wie z.B. der Projektierung von PV-Anlagen zu beteiligen.

Kontakt: [email protected] ,

Telefon: 0170 5795266

 

 

Armin Müller-Scheerschmidt verweist auf die Angebote zur Energieberatung durch die Klimaschutzagentur des LK Heilbronn.